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Ansteuerung der VW Hupe nach Baujahr

Von allen Stromkreisen im klassischen Volkswagen bereitet der Hupenstromkreis (insbesondere die Masseverbindung) oft Kopfschmerzen. Denn die Verkabelung und die Bauteile des Schaltkreises variieren je nach Baujahr. Hier sind die vier Varianten der Werksauslieferung beschrieben, die bei der Fehlersuche an der Hupe des Volkswagen der Modelljahre 1954–1959 | 1960–1967 | 1968–1970 | 1971–1979 helfen.

Zunächst solltet ihr beim Testen der Hupenverkabelung sicherstellen, dass die Hupe angeschlossen ist und funktioniert. Ab Werk sind die beiden Anschlüsse der Hupe nicht eindeutig mit Plus oder Minus gekennzeichnet. An einem Anschluss befindet sich ein schwarz-gelb gestreiftes Kabel, am anderen ein braunes. Prüft mit einer Prüflampe, ob das schwarz-gelbe Kabel Strom führt (Pluspol vom Sicherungskasten bekommt). Falls nicht, überprüft die Verkabelung und die Sicherung im Sicherungskasten. Sobald die Stromversorgung der Hupe überprüft wurde, schließt eine Prüfleitung (ein Stück Draht mit zwei Krokodilklemmen an jedem Ende) an das braune Kabel der Hupe an. Berührt dann mit der anderen Klemme die Befestigungsschraube der Hupenhalterung (oder eine andere geeignete Masseverbindung am Fahrzeug). Die Hupe sollte hupen. Falls nicht, muss die Hupe ausgetauscht werden.

Mit einer zweiten Person kann nun die Masseverbindung überprüft werden. Schließt eine Prüfspitze einer Prüflampe an das braune Kabel an und berührt mit dem Pluspol der Prüflampe das schwarz-gelbe Kabel. Bittet den Helfer anschließend, die Hupe am Lenkrad zu betätigen. Die Prüflampe sollte aufleuchten, sobald die Hupe gedrückt wird. Falls nicht, muss die Ursache genauer untersucht werden.

Ansteuerung für die VW-Hupe (1954–1959)

[Inklusive „Standard“-Käfer bis 1965]

Bei Käfern der Baujahre 1954 bis 1959 beginnt der Massekreis am Lenkgetriebe und der Kupplungsverbindung. Diese ist über ein Massekabel hinter der Hardyscheibe der Lenkung geerdet und stellt so die Erdung der metallischen Lenksäule her.

Beim Betätigen der Hupe wird das Massesignal von der Lenksäule über die Hupe und das daran befestigte Kabel geschlossen. Das Kabel der Hupe führt zu einer Kupferhülse an der Lenksäule, die von dieser isoliert ist. Das Lenksäulengehäuse (Mantelrohr) verfügt über eine Kohlebürste, die gegen die Kupferhülse drückt. Ein braunes Kabel an der Bürste verläuft von unterhalb des Armaturenbretts in den Kofferraum und zur Hupe. Beim Betätigen der Hupe wird der Stromkreis geschlossen.

Achte darauf, dass die Klemme der Hupe und die Kontaktfläche an der Innenseite des Lenkrads nicht überlackiert oder korrodiert sind, da die Hupe für einen geschlossenen Stromkreis Kontakt zum Lenkrad benötigt.

Ansteuerung für die VW-Hupe (1960–1967)

Bei Käfern der Baujahre 1960–1967 beginnt der Massekreis am Lenkgetriebe, genauer gesagt an der Lenkkupplung. Dort ist ein braunes Kabel mit einer Schraube an der Kupplung befestigt. Dieses Kabel verläuft an der Hardyscheibe vorbei und durch die Mitte der Lenksäule. Am Lenkrad ist das Kabel am verchromten Hupenring befestigt.

Beim Betätigen der Hupe wird das Massesignal durch das Lenksäulenrohr (Mantelrohr) zu einer Lasche am unteren Ende des Rohrs geleitet. Dort ist ein braunes Kabel angeschlossen, das in den Innenraum (oberhalb der Pedalerie am unteren Rand des Armaturenbretts) und dann in den Kofferraum geführt wird. Von dort verläuft es zur Hupe und schließt den Stromkreis, sobald die Hupe betätigt wird.

Einige Hinweise zum Lenksäulenrohr: Da es Teil des Massekreises der Hupe ist, ist es von der Karosserie isoliert.

Bei Käfern der Baujahre 1960 und 1961 wurden Kunststoff-Distanzstücke und -Unterlegscheiben zur Isolierung des Rohrs verwendet. Falls diese Teile fehlen oder verschlissen sind, müssen sie ersetzt werden. Die einzige Alternative ist der Austausch der Lenksäule gegen die Ausführung der Baujahre 1962 bis 1967.

Die Käfer der Baujahre 1962 bis 1967 verwenden Gummimuffen zur Entkopplung der Lenksäule (eine an der Spritzwand und eine an der oberen Lenksäulenhalterung). Ist das Lenkrohr nicht entkoppelt, hupt die Hupe ununterbrochen.

Ansteuerung für die VW-Hupe (1968–1970)

Bei den Käfer-Modellen der Baujahre 1968 bis 1970 beginnt der Massekreis am Lenkgetriebe, genauer gesagt an der Lenkkupplung. Dort ist ein braunes Kabel mit einer Schraube an der Kupplung befestigt. Dieses Kabel verläuft an der Hardyscheibe vorbei und durch die Mitte der Lenksäule. Am Lenkrad ist es am verchromten Hupenring befestigt.

Beim Betätigen der Hupe wird das Massesignal über die Lenksäulenwelle zu einem isolierten Lenkwellenlager (# 111 953 559 D) geleitet, an dem ein braunes Kabel angelötet ist. Dieses braune Kabel verläuft die Lenksäule entlang, unter dem Armaturenbrett hindurch in den Kofferraum. Dort ist es mit einem braunen Kabel vom linken Scheinwerferkabelbaum über einen geschützten Stecker verbunden, der die Hupe ansteuert und den Stromkreis beim Betätigen der Hupe schließt.

Ansteuerung für die VW-Hupe (1971–1979)

Bei Käfern der Baujahre 1971 bis 1979 beginnt der Massekreis an der Lenksäule selbst. Diese ist weder isoliert noch ist das Lenksäulenlager geerdet, sodass das Lenkrad selbst geerdet ist. Beim Betätigen der Hupe wird die Masse über ein Kabel zum Kontaktring geleitet, der an der Unterseite des Lenkrads angeschraubt ist. Dieser Ring berührt einen Kontakt am Blinkerschalter, der mit einem braunen Kabel verbunden ist. Das braune Kabel führt in den Kabelkanal des Blinkerschalters, der entlang der Lenksäule verläuft.

Am unteren Ende der Lenksäule ist der Kabelkanal mit dem Kabelbaum und Stecker des Blinkers verbunden, der in den Kofferraum führt. Im Kofferraum ist das etwas dickere braune Kabel (es gibt auch ein dünneres braunes Kabel für den Scheinwerferrelais-Stromkreis, nicht für die Hupe) mit einem geschützten Stecker an das braune Kabel des linken Scheinwerferkabelbaums angeschlossen, das zur Hupe führt und den Stromkreis beim Betätigen der Hupe schließt.

Erstaunlich ist die Variantenvielfalt der Hupenverkabelung – ein ganz einfacher Stromkreis kann somit auch herausfordernd scheinen. Ich hoffe, mit diesen Informationen etwas Klarheit in die VW-Hupen-Varianten bringen konnte, sodass bei Bedarf freundlich gehupt werden kann!

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Welcome The FDK Shop! Gruezi, Servus and hello at FDK – a shop authorized on sportsuspension.com

Restoring a Volkswagen often requires ideas and solutions that simply weren’t available off the shelf. Anyone who pursues this hobby with passion will surely have experienced one or two situations where they think, „There’s another way.“ Those who pursue this idea further and have the resources to do so enjoy developing their own solutions – after the motto „There’s always room for improvement.“ My ideas often came while tinkering, like this one…